Kartslalom

Christine Retzer.

Die Beherrschung eines Fahrzeugs, Übersicht und Reaktionsschnelligkeit – drei Dinge, die im Straßenverkehr oftmals entscheidend sein können. Für die Kids ist der Kartslalom eine ideale Gelegenheit, sich diese Eigenschaften schon im Schulalter anzueignen. Bei den Kartslaloms steht zunächst einmal nicht das Tempo im Vordergrund. Die sichere Beherrschung des Sportgeräts hat Priorität.

Was ist Kartslalom Sport eigentlich?

Auf einem großen befestigten Platz wird mit Pylonen ein Parcours aufgebaut, der aus verschiedenen Aufgaben besteht. Mit Geschick und Speed sind die Tore, Gassen, Kreisel und „Schweizer“ möglichst fehlerfrei zu durchfahren. Ein Wettbewerb besteht aus einem Trainingslauf und zwei Wertungsläufen. Für das Umwerfen oder Verschieben von Pylonen gibt's Strafsekunden, die zur Fahrzeit addiert werden. Die gesamte Strecke ist zwischen 350 und 500 Meter lang. Die Karts sind mit einem max. 6,5 PS Viertakt Motor, Seitenkästen, Frontspoiler und Kettenschutz ausgerüstet.

Wer kann mitmachen?

Alle Mädchen und Buben im Alter von 8 bis 18 Jahren; eingeteilt in fünf Altersklassen. Die Kartslalom Wett-Bewerbe veranstalten die ADAC Ortsclubs. Bei der Suche nach dem nächstliegenden Verein ist die Sportabteilung des ADAC Südbayern gerne behilflich (Tel.: 089 5195-113). Über den Verein könnt ihr auch den ADAC Jugendgruppen Ausweis bekommen. Und der Clou: Ihr braucht kein eigenes Kart. Das stellen die Vereine für das Training und der jeweilige Veranstalter für den Wettbewerb zur Verfügung.

Aller Anfang ist schwer!

Dieser Spruch gilt natürlich – wie in jeder Sportart – auch für den Kartslalom. In den meisten ADAC Ortsclubs gibt es deshalb einen Jugendleiter, der sich um die jungen Mitglieder kümmert. Er organisiert das Training und die Einsätze der Clubmitglieder. Mittlerweile sind auch einige  ehemaligen Fahrerinnen als Trainer recht erfolgreich. Übrigens: „Hut ab“ vor diesen Ehrenamtlichen, die mit viel Engagement ihre Freizeit in die
Jugend investieren.

Wie läuft so ein Wettbewerb ab?

Wer nach intensivem Training das Wechselspiel von Gas, Bremse und Lenkrad sicher beherrscht, kann erste Erfahrungen im Wettbewerb sammeln. Rechtzeitig vor Nennungsschluss ist die erste Station die Papierabnahme. Dort hängt auch die Parcours – Skizze aus. Nach diesem Plan
wird der Kurs erst mal zu Fuß besichtigt. Der Jugendleiter begleitet dabei seine Schützlinge, denn auf Grund seiner Erfahrung erkennt er sogleich die Tücken und Schwierigkeiten der Strecke.

In jeder Klasse werden die Start-Nummern ausgelost. Kurz vor dem Start begeben sich Teilnehmer und Betreuer zum Vorstartbereich. Dort wird die Sitzposition eingestellt. Pedalverlängerungen und Einstecksitze stellt der Veranstalter zur Verfügung, sofern sie nicht mitgebracht werden. Wenn der Starter die Strecke freigibt, geht's erst mal zum Trainingslauf, der aber meist schon mit „Topspeed“ gefahren wird. Nur so sind nämlich die kritischen und oft entscheidenden Passagen ausfindig zu machen. Bis zum folgenden ersten Wertungslauf bleibt noch kurz Zeit für letzte  Anweisungen und Tipps vom Betreuer.

Wenn alle Teilnehmer der Klasse ihren Trainings- und ersten Wertungslauf absolviert haben starten alle noch einmal zum zweiten Lauf. Dann steht das Endergebnis fest und kurz darauf beginnt die Siegerehrung. Auch wenn's am Anfang noch nicht zu einem Pokal oder gar Stockerlplatz reicht, lohnt es sich, fleißig bis zum nächsten Start zu trainieren.

Diese Beschreibung stellt der ADAC in einem Infoblatt zur Verfügung.


Weitere Informationen

Gerade am Anfang stellen sich viele Eltern die Frage nach der Gefährlichkeit dieses Sportes. So ist eine Kollission zwischen zwei Karts ausgeschlossen, da sich immer nur ein Kart auf der Strecke befindet. Aufgrund des niedrigen Schwerpunktes ist auch das umkippen des Karts nicht möglich. Dies liegt auch daran, daß ein Parcour nicht auf Höchstgeschwindigkeit, sondern auf Geschicklichkeit ausgelegt ist.

Bei den Veranstaltungen innerhalb des Inn-Chiemgau-Pokals wird außerdem darauf geachtet, dass die Kinder "körperbedeckte Kleidung" tragen. Denn langärmelige Hosen / Shirts helfen zuverlässig, auch kleinere Verletzungen zu verhindern.

Und auch die ehrenamtlichen Trainer tragen mit ihren Trainer-Ausbildungen beim ADAC aktiv zur Sicherheit bei.

Am Besten setzen Sie sich mit einem Trainer Ihres Ortsvereins in Verbindung und vereinbaren Sie einen Termin, um das Training zu besuchen. Sie können aber auch ohne Voranmeldung einen Wettbewerb besuchen.

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